Zum Inhalt springen

GFK

Wenn Kinder traurig sind

Martha ist traurig. Ihr Papa ist ausgezogen. Sie vermisst ihn, sie vermisst ihr altes Leben mit Mama und Papa unter einem Dach. Im Hort zieht sie sich zurück. Martina, die pädagogische Fachkraft, macht sich Sorgen. Ein trauriges Kind zu sehen ist für uns schwer zu ertragen. Viele von uns springen dann schnell in ihren „Blaumann“, schnappen sich den Werkzeugkasten und wollen Reparieren. Im Handwerkskasten liegt die Ablenkung ganz oben auf. „Komm, spiel doch mit den anderen Kindern, dann wird es gleich besser.“ Im Handwerkskasten findet sich auch das Trösten: „Ist… Weiterlesen »Wenn Kinder traurig sind

„Vielen Dank für Ihr Verständnis!“

Personalmangel in einer Kita. Das kommt vor. Die gewählte Lösung der Kita-Leitung: Notbetreuung. Die Eltern wurden mit einem Schreiben informiert. Darin stand, dass die Kinder nur in absoluten Ausnahmefällen in den nächsten vier Tagen in die Kita gebracht werden dürften. Einige Eltern waren, nachdem sie das Schreiben gelesen hatten, richtig wütend. Das wiederum stieß der Kita-Crew bitter auf. Die Fronten zwischen der Elternschaft und dem Kitapersonal verhärteten sich. Warum eigentlich? Gespräche ergaben Folgendes: Erstens: Dem Schreiben fehlte das Verständnis für die Eltern. Für viele Eltern stellte die Notbetreuung eine echte… Weiterlesen »„Vielen Dank für Ihr Verständnis!“

Augenhöhe mit Kindern ohne in die Knie zu gehen

In unserer Küche gibt es eine Kücheninsel. Drum herum stehen Hocker. Gerne versammelt sich hier die Familie am späten Nachmittag zum Plaudern und Snacken. Mein jüngster Sohn (damals 4) kletterte von einem der Hocker auf den Tisch und machte es sich dort bequem. Seien Sie ehrlich – was denken Sie darüber: Ein Kind sitzt auf dem Tisch, während alle anderen auf den Stühlen sitzen und essen. Die speckigen Kindergartensocken hat er noch an… Ich kann Ihnen sagen, was ich dachte: „Seit wann sitzen wir auf dem Tisch?“ und „Das muss… Weiterlesen »Augenhöhe mit Kindern ohne in die Knie zu gehen

Wenn Kinder lügen

Spielzeugtag in der Froschgruppe. Stolz präsentieren die Kinder untereinander ihre Spielsachen, die sie von zu Hause mitbringen durften. Paul hat seinen SEK Einsatzwagen mitgebracht. Max ist davon sehr beeindruckt. Er hat Glück. Paul leiht ihm das Gefährt. Aber gut aufpassen solle Max.Max saust mit dem Wagen eine ganze Weile durch den Flur. Ein Einsatz jagt den nächsten. Dann sieht Martina, die Erzieherin, Max am Basteltisch. Max brauche wohl mal `ne Pause von der anstrengenden Polizeiarbeit, denkt sich Martina. Dann steht irgendwann Paul vor ihr. Während ihm eine Träne herunterkullert, reicht… Weiterlesen »Wenn Kinder lügen

Wenn Eltern ihre kranken Kinder in die Kita bringen

Es ist 07:45 Uhr. Mia wird von ihrer Mutter in die Kita gebracht. Das kleine Mädchen hustet und hat glasige Augen. Still lummert sie auf dem Arm der Mutter. Mias Mama trägt Businesskleidung und ist im Stress. Eilig setzt sie ihre Tochter auf die Bank vor den Kleiderhaken. Dann zieht sie Mia schnell Jacke und Schuhe aus und die Hausschuhe an. Sie stellt Mia auf die Füße und schiebt das sonst so quirlige Mädchen in die Froschgruppe. Simone, Mias Erzieherin, erkennt auf den ersten Blick: Mia ist krank. Kommt es… Weiterlesen »Wenn Eltern ihre kranken Kinder in die Kita bringen

„Was sagt man da?!!“

„Was sagt man da?!!“ Hand aufs Herz – wenn Sie mit Kindern arbeiten oder eigene Kinder haben – gehört dieser Satz auch zu Ihrem Repertoire? Ich habe mich unlängst dabei ertappt. An der Wursttheke. Ein Klassiker. Die nette Fleischfachverkäuferin reckt sich mit einem Stückchen Fleischwurst über die Theke. Mein Sohn nimmt dieses etwas schüchtern entgegen. Stille. Für mich peinliche Stille. Ich halte es nicht mehr aus und sage zu meinem Sohn diesen Satz: „Was sagt man da?!!“ Jetzt ist mein Sohn peinlich berührt. Artig sagt er „Danke“ und verkrümelt sich… Weiterlesen »„Was sagt man da?!!“

Du musst besser wünschen, Papa Taschenbier!

Du musst besser wünschen, Papa Taschenbier!

Bitten konkret zu formulieren ist manchmal gar nicht so einfach. Wir gehen oft davon aus, dass der andere schon weiß, was wir meinen. Leider geht das nicht immer gut. Die folgende Geschichte ist ein vergnügliches Beispiel, was unkonkrete Bitten anrichten können. Als Erzieher/in oder Eltern kennen Sie bestimmt die bezaubernden Geschichten von Paul Maar über das Sams. Darin gibt es ein Kapitel, in dem die Wunschmaschine zum Einsatz kommen soll. Das Sams hat nur noch wenige Wunschpunkte übrig. Die Wunschmaschine wurde vor einiger Zeit auf dem Dachboden verstaut. Herr Taschenbier… Weiterlesen »Du musst besser wünschen, Papa Taschenbier!

Ich will das alleine machen!

Wenn ich für Fortbildungen in Kitas vor Ort bin, stelle ich den Teilnehmern gerne folgende Frage: „Denken Sie an einen Konflikt, den Sie in der vergangenen Woche mit einem Kind hatten oder an einen Konflikt, den sie zwischen einem Elternteil und einem Kind beobachtet haben. Welches Bedürfnis glauben Sie, war bei dem Kind in Mangel? Was vermuten Sie, ist die mit Abstand meistgenannte Antwort? Genau! Autonomie.  Kinder lernen durch Nachahmung. Durch „Trial and Error“ findet Weiterentwicklung statt. Laut Prof. Dr. Hüther, einem der führenden deutschen Neurobiologen, gehört Weiterentwicklung im Sinne… Weiterlesen »Ich will das alleine machen!

Fragen kostet ja nichts! … Oder?

Simone ist Erzieherin. Sie hat von einem tollen Projekt gelesen. Sie ist ganz begeistert und würde dieses gerne in Ihrer Kita-Gruppe umsetzten. Dafür braucht sie zusätzliche personelle Unterstützung. Eigentlich wollte sie Tanja, ihre Kollegin aus der Froschgruppe, fragen. Sie hätte Simone sicher dafür begeistern können. Aber vorhin machte die Info die Rund, dass Tanja schwanger sei. Jetzt kommt sie erst mal nicht mehr in die Kita. Die anderen Kollegen kennt Simone noch nicht so gut, sie arbeitet noch nicht so lange in dieser Einrichtung. Sie könnte die Leitung ja mal… Weiterlesen »Fragen kostet ja nichts! … Oder?

GFK-Aikido statt Schlagfertigkeit – Unterstützung bei schwierigen Elterngesprächen

Christoph, ein Betreuer eines Kinderhortes, ist geknickt. Eben rauschte eine Mutter herein und beschwerte sich bei ihm. Christoph hat das als „Überfall“ empfunden. Hilflos stand er einem Beschuss aus Vorwürfen gegenüber. Sagen konnte er nichts. Jetzt fühlt er sich wie ein begossener Pudel. „Ich wäre so gerne schlagfertig.“ Sagt er zu seiner Kollegin später im Pausenraum. Mittlerweile sind ihm tausend Antworten eingefallen, die er der aufgebrachten Mutter gerne gesagt hätte. Vielleicht kennen Sie das auch? Vermeintlich aus dem Nichts kommt ein Angriff, dem man wehrlos ausgesetzt ist. Stunden später hätte… Weiterlesen »GFK-Aikido statt Schlagfertigkeit – Unterstützung bei schwierigen Elterngesprächen